ISO-Stroh: Häufige Fragen

Wie steht es um das Brandverhalten von ISO-Stroh?

Ausführliche Brandversuche haben gezeigt, dass ISO-Stroh tendenziell weniger brandgefährlich einzustufen ist als vergleichbare organische oder petrochemische Produkte: der hohe Mineral- und Silikatgehalt von Weizenstroh, welches zu ISO-Stroh verarbeitet wird, erschwert den Branddurchgang, ebenso wie die Bildung einer schützenden Kohleschicht, welche das darunter liegende Stroh wirksam vor der Hitze des Feuers isoliert und schützt so die Struktur des Gebäudes. Ebenso glimmt Stroh nur kurz nach, weshalb keine Glutnester entstehen und der Brand leichter löschbar ist.

Baue ich mir eine Futterkrippe für Insekten und Nager?

Nein. Das Dämm-Material ist luftdicht und hoch verdichtet in das Holzelement eingeschlossen. Stroh ist ausserdem durch den hohen Mineral- und Silikatgehalt nur sehr schwer verdaulich und bildet so keine Lebensgrundlage für die meisten Lebewesen auf dieser Erde mit Ausnahme von Meerschweinchen, Pferden und Kühen.

Kann die Dämmung zu schimmeln anfangen?

Jedes organische Material kann von Schimmel befallen und zersetzt werden. Dagegen hat Weizenstroh von Natur aus einen sehr erfolgreichen Schutz: es reichert Mineralien, Silikate und Pektine in seiner Halmstruktur an und wird so schwer zugänglich für Schimmelsporen. Dennoch muss konstruktiv sichergestellt sein, dass keine hohe, dauerhafte Feuchte auf das Stroh einwirkt bzw. dass diese sicher und schnell durch Kapillarität in einen trockeneren Bereich geleitet werden kann. (diffusionsoffene Konstruktion)

Ist ISO-Stroh auch regional verfügbar?

Aktuell wird ISO-Stroh ausschließlich in Niederösterreich produziert. Es laufen jedoch Gespräche über Anlagen in mehreren anderen europäischen Ländern. Bei sehr grossen Bauvorhaben kann auch eine mobile Infrastruktur zur lokalen Herstellung von ISO-Stroh eingerichtet werden.

Wie und wo kann ISO-Stroh bezogen werden?

Seit Anfang 2019 ist ISO-Stroh auch in der Schweiz erhältlich. Vertrieb, Beratung und Schulung erfolgen über die zoë circular building gmbh. Nutzen sie unsere langjährige Erfahrung und unser breites Wissen im Bauen mit Naturbaustoffen.

Kann ich ISO-Stroh selbst verarbeiten?

Unser Stroh wird durch zertifizierte Unternehmen mit einer marktüblichen Einblasmaschine in das Gebäude eingeblasen. Die Zertifizierung des Einbläsers ist gemäß der ETA notwendig, damit der Baustoff seine Zulassung behält und man sich im Haftungsfall darauf berufen kann. Gerne stellen wir den Kontakt zu zertifizierten Einbläsern her bzw. schulen und zertifizieren wir weitere interessierte Firmen.

Für welche Bauteile eignet sich ISO-Stroh?

ISO-Stroh ist für Dach, Außenwände und Decken zugelassen und darf in Österreich in einem geprüfen Wandaufbau bis in Gebäudeklasse 5 eingesetzt werden. Wir erarbeiten mit Planern zusammen individuelle Lösungen und können mittlerweile auf einen großen Lösungspool zurückgreifen.

Kann ISO-Stroh wiederverwendet werden?

ISO-Stroh wird nichts hinzugefügt und kann deshalb einfach abgesaugt und wiederverwendet werden. Sogar ein Wiederverkauf in ein anderes Bauvorhaben ist denkbar. ISO-Stroh verrottet nicht und bleibt über Jahrhunderte stabil.

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