faq

Wieviel kosten die zoë Module?
Wo werden die zoë Module hergestellt?
Welche Fassaden sind möglich?
Welche Innengestaltungen sind möglich?
Wie lange dauert die Produktion eines Gebäudes aus zoë Modulen?
Welches sind die einzelnen Produktionsphasen?
Für welche Teile der Gebäudehülle können die Module verwendet werden?
Welche Modulmasse sind möglich?
Sind auch nicht-rechteckige Wände oder Decken möglich?
Bietet zoë circular building eigentlich auch komplette Holzhäuser an?
Warum ist Bauen mit zoë ökologischer als mit anderen Konstruktionsweisen?
Stimmt es, dass mit den zoë Modulen sogar Energie gewonnen werden kann?

Wieviel kosten die zoë Module?
Bei Herstellung und Montage durch zoë circular building entsprechen die Kosten für ein zoë Modul etwa jenen für ein vorgefertigtes Element im konventionellen Holzbau (Holzrahmen mit OSB-Platte, Installationsebene und Gipskartonplatte innen, Holzfaserplatte aussen, Zellulosedämmung) bei gleichem U-Wert. Im m2 Preis von ca. 300 Franken sind auch der Transport zur Baustelle und die Montage mit Kran enthalten, wobei letzteres mit ca. 50-100 Franken/m2 zu Buche schlägt. Bauherren können durch Mithilfe Kosten einsparen.

Wo werden die zoë Module hergestellt?
Der Herstellungsort wird in der Regel projektabhängig gewählt: Die Module können grundsätzlich entweder in unserer Produktion in Zürich oder in der Nähe des Bauvorhabens in Kooperation mit einem lokalen Holzbaubetrieb oder auch auf der Baustelle selbst mittels mobiler Produktionseinheit hergestellt werden. zoë Module werden immer nach den individuellen Vorgaben jedes einzelnen Projekts hergestellt. Der Bauherr kann sich auf Wunsch in unterschiedlichen Phasen in die Herstellung einbringen und wird dabei von uns begleitet.

Welche Fassaden sind möglich? 
Grundsätzlich können zoë Module entweder verputzt oder mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade unterschiedlichen Typs bekleidet werden. Die Kosten für die Fassade sind abhängig vom gewählten Bekleidungstyp.
Beispiel:
– Windpapier vollflächig
– doppelter Lattenrost 30/60mm inkl. Hinterlüftung
– Lärchenfassade mit offenen Fugen, unbehandelt, vertikal, gehobelt
Kosten: ca. 175 Franken inkl. Montage

Welche Innengestaltungen sind möglich?
Die Module können entweder nur innerhalb der Holzrahmen (Prinzip des Riegelbaus) oder vollflächig verputzt werden. Im zweiten Fall wird ein Flachsvlies als Putzträger auf den Holzteilen und den angrenzenden Putzflächen angebracht und nass in nass mit Lehmputz verputzt. Grundsätzlich ist auch eine Endbeschichtung mit Kalkputz oder ein Überstreichen mit Lehmfarbe möglich.

Wie lange dauert die Produktion eines Gebäudes aus zoë Modulen?
Üblicherweise dauert die Vorfertigung und der Einbau der Module (und der weiteren Holzelemente wie Zwischendecken und -wände) von der Werkplanerstellung bis zur Montage maximal acht Wochen. Hinzu kommt der Lehmputz und die Fassade. Die konkrete Produktionsdauer hängt grundsätzlich auch von der Grösse und der Komplexität des Bauprojekts ab. Folgende Angaben können als Anhaltspunkt dienen. Nachdem wir das Bauprojekt erhalten haben, können wir den Produktionsablauf und die Produktionszeiten detailliert und verbindlich mitteilen.

Welches sind die einzelnen Produktionsphasen?
Die Produktion unterteilt sich in folgende Phasen:
1. Werkplanerstellung,
2. Materialbeschaffung,
3. Vorfertigung der Module inkl. Strohdämmung,
4. Transport,
5. Montage und
6. Fertigstellung (Lehmputze, Fassade) auf der Baustelle.
1. Werkplanerstellung
Unmittelbar nach Auftragserteilung und Vorliegen der Entwurfspläne des Architekten erstellen wir die Werk- und Montagepläne und genaue Stücklisten, in denen jedes einzelne Modul verzeichnet ist.
> Werkplanerstellung 4 Wochen
2. Materialbeschaffung:
Die Materialien Lehm und Stroh für die Befüllung der Holzrahmen sind in der Regel regional verfügbar, evtl. sind sie sogar lokal vorhanden – der Lehm aus der Baugrube und die Strohballen beim Bauern in der Nachbarschaft. In jedem Fall benötigen diese Baustoffe eine sorgfältige Prüfung und Aufbereitung, welche durch unser (mobiles) Testlabor garantiert wird. Optional kann auch Baustroh und Lehm aus unserem Lager verwendet werden, wodurch sich die Materialbeschaffung auf wenige Tage reduziert. Stegträger und Holzweichfaserplatten sind ebenfalls innert weniger Tage verfügbar. (Üblicherweise bitten wir den Auftraggeber vor der Beschaffung der Materialien um eine Vorauszahlung.)
> Materialbeschaffung 1 Woche

3. Vorfertigung:
Die Module werden auf Basis der Architektenpläne anhand des von uns erstellten Werkplans zusammen mit den restlichen Holzbauteilen hergestellt – entweder bei zoë circular building in Zürich oder in einem Partner-Holzbaubetrieb. Die Lieferung auf die Baustelle erfolgt just-in-time und flexibel abgestimmt auf den Baufortschritt. Alternativ kann eine mobile Fertigungseinheit bereitgestellt werden, welche auf der Baustelle selbst oder in der Nähe aufgestellt wird. Dabei können Bauherren auf Wunsch auch gerne mithelfen und die Kosten dabei reduzieren.
> Vorfertigung 2 Wochen 

4. Montage
Auf der Baustelle werden die vorgefertigten Module vorzugsweise mit dem Kran rasch versetzt und mit hoher Präzision zusammengefügt. Dabei kommt dieselbe Infrastruktur wie im zeitgenössischen Holzbau zum Einsatz. Je nach Situation können die Module bereits im Werk zu grösseren Wand- und Deckenelementen gefügt werden wodurch die Montagezeit weiter verkürzt werden kann. Alternativ ist auch ein manuelles Versetzen der Module möglich. 
> Montage 1 Woche.
5. Transport
Die Module werden wenn möglich mit der Bahn oder sonst mit dem LKW zur Baustelle gebracht. Für ein Einfamilienhaus werden etwa eine bis zwei LKW-Ladungen benötigt.

6. Fertigstellung
Die Beschichtung der Module mit Lehmunterputz und mit hochwertigem (farbigem) Lehmputz (Innenräume) bzw. mit mineralischem Putz (Fassade) erfolgt auf der Baustelle, nachdem sich die Konstruktion gesetzt hat. Vorgehängte, hinterlüftete Fassadenelemente können evtl. bereits in der Vorfertigung montiert werden oder ansonsten unmittelbar nach dem Versetzen der Module montiert werden. Die Trocknungszeit des Lehmputzes hängt stark von der Witterung und der Belüftung ab. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, diesen Trocknungsprozess zu beschleunigen. Gerne informieren wir Sie über die zu erwartenden Trockenzeiten. Bei der Gestaltung der fertigen Oberflächen können auch Bauherren mitwirken. Auf Wunsch organisieren wir Baustellen-Workshops.
> Fertigstellung 4 bis 8 Wochen

Für welche Teile der Gebäudehülle können die Module verwendet werden?
zoë Module können als Aussenwand, Dach und (unterlüftete) Bodenplatte eingesetzt werden. Bei der Verwendung als Dachelement wird die innere Lehmschicht durch eine Fichtenholz-Dreischichtplatte ersetzt. Nach Möglichkeit werden die Module bereits in der Vorfertigung zu grösseren Elementen montiert und auch Fenster-Stockrahmen und Installationen (Heizung, Elektro, Medien) bereits eingebaut.

Welche Modulmasse sind möglich?
Die Breite und die Länge (Höhe) der Module können frei gewählt werden (max. Transportmasse beachten!). In unserer Werkplanung optimieren wir die Modulgrössen bzw. die Achsmasse in Funktion der statischen Belastung und der Montage.
Die Dicke der Module ist zwischen 240 mm und 580 in 2 cm Abständen frei wählbar. Die Dicke wird durch die verwendeten Stegträger STEICOjoist und die Holzweichfaserplatten AGEPAN THD static (40/60/80mm) bzw. Schilfdämmplatten (20/50mm) vorgegeben. Standardmässig verwenden wir Holzweichfaserplatten mit 40mm Dicke. Bei Verwendung von Stegträgern mit einer Breite von 450 mm können anstelle losen Strohs auch handelsüblichen Kleinstrohballen eingebaut werden. Beim Modul-Standardmass von 125 x 300 cm kommt es zu keinem Verschnitt der Holzfaserplatten.

Sind auch nicht-rechteckige Wände oder Decken möglich?
Es sind ohne weiteres auch schräge Abschlüsse in der Horizontalen und in der Vertikalen machbar. Sogar einachsig gerundete Wand- und Deckenelemente sind möglich. Dabei werden die Dreischichtplatten aus Grossformatplatten mit der CNC-Fräse präzise zugeschnitten und die Holzweichfaserplatten bzw. Schilfdämmplatten gebogen bzw. in Segmenten aufgebracht.

Bietet zoë circular building eigentlich auch komplette Holzhäuser an? 
Die zoë Module sind teil einer umfassenden Vision nachhaltigen Bauens. Wir stellen aber selbst nur die Module her. Bei Projekten in der Region Zürich / Thurgau / Aargau / St. Gallen kooperieren wir mit der Firma Jampen Holzbau in Hittnau / ZH (www.jampen-holzbau.ch, welche die zoë Module und sämtliche weiteren Holzbauelemente vorfertigen und in einem Radius von maximal 50 km um Hittnau herum auch montieren kann. Bei grösseren Distanzen arbeiten wir für Herstellung und / oder Montage der Module auch gerne mit Zimmereien in der Nähe der jeweiligen Baustelle zusammen, wobei die Strohdämmung und der Lehmputz in der Regel durch zoë circular building (oder den Bauherrn) gemacht wird.

Warum ist Bauen mit zoë ökologischer als mit anderen Konstruktionsweisen?
Unsere Berechnungen an der ETH Zürich haben gezeigt, dass die zoë Module was den Klimaschutz angeht nicht nur den Massivbau sondern sogar den konventionellen Holzbau weit übertreffen. Das hängt in erster Linie mit der Verwendung von schnell nachwachsenden Pflanzenfasern zusammen aber auch mit der Vermeidung von synthetischen Materialien. Die besten ökologischen Werte für die zoë Module können durch die Verwendung von Schilfdämmplatten anstelle von Holzweichfaserplatten als Aussenbeplankung und Putzträger und mit einer Fassade aus unbehandeltem, einheimischem Holz erreicht werden.

Stimmt es, dass mit den zoë Modulen sogar Energie gewonnen werden kann?
Beim Modultyp zoë solar module können in eine 5 cm dicke äussere Lehmschicht Wasserregister zur solaren Wärmegewinnung eingelegt werden. Bei allen Modultypen ist die Integration von energiesparenden und wohngesunden Wandheizungen in die innere Lehmschicht sowie die Montage von vorgehängten und hinterlüfteten Photovoltaik-Modulen möglich.